Olympisch Recurve


Geschichte


Zum ersten Mal olympisch war das Bogenschießen in Paris 1900, dann noch in St. Louis 1904, in London 1908 und in Antwerpen 1920. Damals konnten die Bogenschützen (1904 und 1908 auch Frauen) an sehr vielen Wettbewerben teilnehmen und so viele Medaillen gewinnen.Nach einer Pause von 52 Jahren wurde Bogenschießen in München 1972 wieder olympisch. Es gab für beide Geschlechter nur je einen Wettbewerb, die sogenannte FITA-Runde, die zweimal bewältigt werden musste. Ab Seoul 1988 wurden dann Mannschaftswettbewerbe für Frauen und Männer eingeführt, und in den Einzelwettbewerben schoss man erst eine einfache FITA-Runde als Qualifikation, um dann ab dem Viertelfinale den Olympiasieger im K.o.-System zu.
(Quelle: http://www.olympia-lexikon.de/Bogenschiessen)
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Beschaffenheit


Der Bogen entspricht dabei grob gesehen kaum noch den traditionellen Bögen, denn bereits seit Jahrzehnten besteht dieses Bogenmaterial aus einem Metall-Mittelstück und zwei separat montierbaren Wurfarmen. Die Wurfarme sind dabei aus mehreren Lagen spezieller Schichten aufgebaut, je nach Eigenschaft und Preisklasse wird dazu Holz, Glasfiber, Carbon und Foam, also einem hart-syntaktischen Schaum-Material, verwendet. Die in Zielrichtung gebogenen und spitz zulaufenden Wurfarmenden geben dieser Art Bögen seinen Namen: Recurvebogen. Einer der Haupteigenschaften des Recurvebogens liegt dadurch bedingt bereits fest, denn im Gegensatz zu den Langbögen weisen Recurvebögen ein gleichmäßig weiches Zugverhalten auf. Ebenso sind die Recurves für die hohe Effektivität der Abschussleistung verantwortlich. Doch die Ausrüstung eines Olympischen Recurvebogens ist umfangreicher. Oft prägen zusätzliche Anbauten das Bild dieser Bogenklasse. Ein Visier mit höhen- und seitenverstellbarem Korn, eine büroklammerähnliche Auflage für einen Pfeil (Pfeilauflage) sowie ein knopfähnlich und federelastisch agierender Anlageknopf für den Pfeil (Button) sind wesentliche Merkmale und entsprechen der Zulassung. Ebenso die in Zielrichtung weisenden und mit Gewichten ausgestatteten Stabilisatorstangen sind erlaubt, die den Bogen durch ihre Trägheit im Moment des Abschusses ruhig halten sollen. Zusätzlich werden meist noch seitliche abstehende und auf den Schützen zuweisende Stabilisatoren benutzt. Die Sehne des Bogens wird mit den Fingern gespannt, meist geschützt durch ein Lederstück (Tab). Als Pfeilmaterialien kommen dabei Aluminium, Carbon oder Kombinationen aus beiden Materialien zur Anwendung, der Pfeilschaft ist hohl.
(Quelle: http://www.bb-bogenschiessen.de/bogenschiessen.html)